Die IG Metall sagt:

„Im Gegensatz zu Unternehmen können Beschäftigte gestiegene Preise nicht weitergeben. Auch angesichts der guten Auftrags- und Ertragslage ist eine ordentliche Erhöhung geboten, um über die Tarifpolitik einen Beitrag für gute Kaufkraft zu leisten.“

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender IG Metall
20.06.2022

Fakt ist:

Eine aktuelle Befragung der M+E-Unternehmen zeigt: Nur ein Prozent ist in der Lage, die Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen vollständig an die Kunden weiterzugeben. Und für höhere Preise können die Unternehmen nichts – im Gegenteil: Sie sind genauso davon betroffen.

Die IG Metall sagt:

„Den Unternehmen geht es gut. Nicht gut geht es aber den Beschäftigten beim Blick auf Supermarkt- und Energierechnungen."

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender IG Metall
20.06.2022

„Nach einem Einbruch im März [2022] sind die Erwartungen der Unternehmen mit Blick auf Produktion, Beschäftigung und Export im Vergleich zum Zeitraum davor angestiegen und stabil. Die Reichweite der Aufträge in der Metall- und Elektroindustrie rangiert auf einem historischen Höchstwert."

IG-Metall-Vorstand
20.06.2022

Fakt ist:

Es geht aber nur den wenigsten gut. In der Branche gibt es rund 26.000 Unternehmen. Wer sich nur die raus sucht, die trotz Corona-Pandemie, Energiekrise und Strukturwandel gute Gewinne machen, hat kein Interesse an einem Flächentarifvertrag mehr. 94 Prozent der M+E-Unternehmen leiden unter massiven Kostensteigerungen, zeigt eine aktuelle Umfrage. 25 Prozent sehen angesichts der Entwicklungen sogar eine wirtschaftliche Gefährdung des eigenen Unternehmens.

Die IG Metall sagt:

„Die Beschäftigten haben nach vier Jahren wieder eine ordentliche Erhöhung ihrer Entgelttabellen verdient.“

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender IG Metall
20.06.2022

Fakt ist:

Es gibt keinen Nachholbedarf. Die Entgelte der Beschäftigten sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen und viel stärker als die Inflation. Auch das Transformationsgeld und der T-ZUG A und B sind tabellenwirksam. Insgesamt waren das seit 2018 fast zehn Prozent mehr Geld, und das mitten in der Corona-Pandemie.